Historie

Die Unabhängigen- Unabhängige Wählergemeinschaft Cloppenburg e.V.

-ein historischer Abriss-

 

1960

Ein Bericht von Hans-Karl Jäger

Unabhängige Wählergemeinschaft Cloppenburg

Für die Kommunalwahl 1960 bildete sich in Cloppenburg eine partei- und konfessionsübergreifende Interessengemeinschaft, die kommunalpolitisch interessierten Bürgern eine bindungsfreie Kandidatur ermöglichen wollte. Die UWG sollte deshalb nur bis zur Abwicklung aller Wahlformalitäten bestehen, anschließend die gewählten Personen nur ihrem eigenen Gewissen gegenüber verantwortlich sein. Die Initiatoren waren Siegfried Wächter, Bernd Kryst, Ludwig Schürmann, Hans-Karl Jäger, Karl Lorenz, Heinz Stanko, Ludwig Middendorf ( Bäckermeister). Es wurden Versammlungen abgehalten, eine Kandidatenliste erstellt, Wählerinformationen gedruckt ( die Kosten haben die Kandidaten getragen), Beisitzer für den Wahlausschuss und ein Vertrauensmann ( H.K.Jäger) als Sprecher und Ansprechpartner gewählt.

Der Rat der Stadt Cloppenburg bestand seinerzeit aus 21 Ratsmitgliedern. Die UWG erhielt durch die Wahl 4 Sitze ( Walter Thobe, Bernd Kryst, Heinrich Würdemann, Josef Bünger).

Zur Kommenalwahl 1964 wurde der Vertrrauensmann der UWG ( Jäger) vom Stadtdirektor angeschrieben und gebeten, die für die Wahl erforderlichen Unterlaen der UWG vorzulegen.

Da die UWG während der Wahlperiode keine Aktivitäten entwickelt hatte ( wie bei Gründung auch gewollt), mußte der Vertrauensmann zunächst die UWG - Interessierten der 60er Wahl zusammentrommeln, um die erforderlichen Schritte einzuleiten. Jetzt stellte man fest, dass es verkehrt war, 4 Jahre lang die UWG Interessierten alleinzulassen. Der UWG Ratsherr Walter Thobe hatte von der CDU bereits die Zusage auf einen sicheren Listenplatz bei der CDU erhalten. Viele der 60er Kandidaten waren verärgert, dass sie in den vergangeen 4 Jahren nur durch die Presse informiert wurden. Trotzdem wurde nochmals die Aufstellung einer UWG-Liste beschlossen. Als Kandidaten traten an: Berhold Fangmann, Ludwig Schürmann, Heinz Lawika, Bernd Kryst, Heinrich Würdemann, Alfred Otten und Josef Bünger.

Die UWG erhielt nur 1 Sitz: Berthold Fangmann.

Vor der Kommunalwahl 1968 überzeugten Dr. Walter Heukamp und Hermann Witte von der CDU den Vertrauensmann der UWG ( Jäger), dass man in Cloppenburg nut mir der Mehrheitsfraktion (der CDU) Veränderungen auch durchsetzen könne und bot eine Kandidatur über die CDU Liste an. Das Angebot wurde angenommen.

Die UWG trat 1968 nicht mehr an.

Hier endet der Bericht von Karl-Heinz Jäger

 

07. September 1981

1981-1986

Nach heftigen Auseinandersetzungen im Stadtrat wegen eines Bebauungsplanes entschliessen sich Alfons Lücking, CDU und Helmut Veerkamp, CDU, aus der Partei auszutreten und die „Fraktion Galgenmoor“ zu gründen.

Sie sind in der Ratsperiode 1981 bis 1986 mit 2 Sitzen im Rat der Stadt Cloppenburg vertreten.

1986 - 1991

Nach Gründung der UWG im Jahre 1986 treten die Unabhängigen mit 5 Kandidaten  zur Wahl an und werden mit 2 Sitzen in den Rat für die Periode 1986 bis 1991 gewählt.

Ratsherren: Alfons Lücking, Tischlermeister und  Wolfgang Schütte, Viehhändler

1991- 1996

In der Ratsperiode 1991 bis 1996 vertreten die UWG im Stadtrat wiederum Alfons Lücking, der eine Verbindung mit Heinz Geduhn, FDP einging.

1996- 2001

1996 wird wiederum Alfons Lücking von den Bürgerinnen und Bürgern Cloppenburgs in den Rat gewählt. Bis zum 18.06.2001 vertritt er Sachpolitik der Unabhängigen in der „Gruppe“ mit der SPD und den Grünen.

 

2001- 2006

18.06.2001, kurz vor der Kommunalwahl, tritt Jürgen Stör aus der SPD aus, um mit Alfons Lücking zur Kommunalwahl anzutreten. Um die Arbeit auf eine breitere Basis zu stellen wird dann 2001 ein gemeinnütziger Verein gegründet.Bei der Kommunalwahl 2001 treten 10 Kandidaten zur Wahl an.Sie erreichen 6,15% der Wählerstimmen. Jutta Klaus und Alfons Lücking werden als Ratsmitglieder gewählt. Am 15. März 2002 stellt Alfons Lücking, Fraktionsvorsitzender der UWG- aus gesundheitlichen Gründen- seinen Sitz zur Verfügung.

Otto Höffmann rückt nach und gestaltet als Fraktionsvorsitzender mit Jutta Klaus die Politik der Unabhängigen in der Ratsperiode 2001 bis 2006.

 

2006

Alfons Lücking wird Ehrenvorsitzender der UWG

 

2006- 2011

Bei der Kommunalwahl 2006 geht die UWG mit 16 Bewerberinnen und Bewerbern an den Start. 12,02% der Stimmen werden erreicht. Man kann die Sitze im Stadtrat von 2 auf 4 verdoppeln.

Die Mandate gehen an: Michael Alfers, Doris Hellmann, Jutta Klaus und Constanze Korfhage

Constanze Korfhage tritt als Bürgermeisterkandidatin der UWG an und erringt mit 21,4% der Wählerstimmen einen Achtungserfolg.Die UWG zieht ebenfalls mit einem Sitz in den Kreistag ein.Sie bildet eine Fraktion mit weiteren Unabhängigen, die UBF (unabhängige Bürgerfraktion) wurde geboren. Constanze Korfhage wird Fraktionsvorsitzende der UBF im Kreistag

 

2011 - 2016

Bei der Kommunalwahl 2011 erzielen die Unabhängigen - Unabhängige Wählergemeinschaft Cloppenburg 5 Sitze im Rat der Stadt Cloppenburg und erhöhen ihren Stimmenanteil auf 13,99% der Stimmen. Die Sitze gehen an Michael Alfers, Maximilian Mayrhofer, Doris Hellmann, Jutta Klaus und Constanze Korfhage.

2013 stellt Michael Alfers sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung. Ludger Böckmann, als Nachrücker im WB Süd, naimmt seinen Platz ein.

In den Kreistag wird Jutta Klaus gewählt. Sie bildet mit den Unabhängigen aus dem Saterland und Barßel die UBF.

 

2016 - 2021

(ergänzt/erweitert duch Thorsten Persigla)

Bei der Kommunalwahl 2016 steht letztlich für die Beteiligten aller politischen Lager ein etwas "überraschendes" Ergebnis zu Papier. Auch die UWG zählt zu den "Betroffenen", denn wider Erwarten können am Ende des Wahlsonntags nur noch 4 Plätze im Rat mit UWG-Mitgliedern besetzt werden: Jutta Klaus (bleibt Fraktionsvorsitzende), Doris Hellmann, Ludger Böckmann und Ralph Meyer. Ulla Thomée zieht in den Kreistag ein.

Gruppen-/Fraktionsbildung mit Yilmaz Mutlu und Bernd Pauly von der FDP = UWG/FDP-Gruppe.

Nach der Ernennung von Jutta Klaus zu einer der stellvertretenden BM, erfolgt ihre plötzliche und unerwartete Abwahl mit einem mehr als faden Beigeschmack, wie sich alsbald herausstellen sollte.

Im Dezember 2017 verstirbt Ludger Böckmann plötzlich und unerwartet. Dabei hinterlässt er menschlich wie auch politisch eine große Lücke. Im Januar 2018 rückt Thorsten Persigla nach.